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20 Jahre Herzsport
- Details
- Hauptkategorie: Gesundheitssport Herzsport
- Sonntag, 15. Mai 2011 12:16
Der Bereich Herzsport feiert dieses Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen. Aus diesen Anlass haben die Mitglieder Gunther Eickhoff und Erwin Hecken folgende Chronik zusammengefasst.
Die Chronik - 20 Jahre Herzsport im SV Fühlingen–Chorweiler
Auf Initiative von Karl-Heinz Ratajek, unserem im Jahr 2008 verstorbenen Ehrenvorstand, wurde im November 1991 eine Herzsportgruppe gegründet (damals noch Koronarsport). Er leitete sie bis zum Januar 2003 erfolgreich.
Vorher hatte er bereits die Gruppen Be
hindertensport und eine Gruppe Leichtathletik gegründet und dabei auch viel Jugendarbeit geleistet. Für seine Verdienste wurde er vom Verein mit allen Ehrennadeln ausgezeichnet. Seine herausragenden Verdienste würdiget die Mitgliederversammlung mit der Ernennung zum Ehrenvorstand.
Ausserdem erhielt er im Kölner Rathaus für sein ehrenamtliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Im Januar 1991 wählte die neue Herzsportgruppe ihren ersten Vorstand:
Abteilungsleiter: Karl Heinz Ratajek
Stellvertreter: Werner Maschke
1. Kassierer: Agnes Lauhoff
Karl-Heinz Ratajek sammelte bei Freunden und Geschäftsleuten finanzielle Mittel, die für die ersten Sportgeräte investiert wurden .
Zur Stadtverwaltung hatte er einen besonders guten Draht und konnte dadurch eine Turnhalle in der Gustav – Heinemann – Schule anmieten, die zweimal in der Woche für sportliche Aktivitäten genutzt wurde.
Die Herzsportgruppe zählte zum Jahresschluss 1993 bereits 25 Mitglieder. Der Herzsport spielt in der medizinischen Rehabilitation nach Herz – und Kreislaufschäden eine große Rolle. Sein Zweck ist durch Übungen und Bewegungsabläufe den gesundheitlichen Allgemein-zustand unter ständiger Kontrolle eines Arztes zu verbessern.
Auf Grund der großen Nachfrage für Herz – und Gesundheitssport wurde eine zweite Gruppe gegründet. Die rege Teilnahme am Sportangebot zeigte schon damals, dass die herz – und kreislaufkranken Mitglieder dem Herzsport große Bedeutung beimessen und ihre Übungen absolvieren.
Zuerst diente die alte Schule in Fühlingen als Sportstätte und Vereinsheim. Die alte Schule wurde zu klein. Es blieb nur noch die Möglichkeit ein neues Vereinsheim zu planen und zu bauen und zwar auf den Sportplatz. Mitglieder aller Abteilungen entfernten die alte Einrichtungund brachten so die vom Verein benutzen Räume in der alten Schule wieder in den Urzustand. Tatkräftige Hilfe leisteten auch Freunde der Herzsportgruppe beim Innenausbau des neuen Vereinheims. Nur sportlich nutzen konnte der Herzsport das Vereinsheim nicht, da es dafür zu klein ist.
Bei den Vorbereitungen zum Vereinsjubiläum waren auch wir mit einer kleinen Gruppe bei der Ausgestaltung und Verschönerung des Festzeltes zugegen.
Für die Verabschiedung unserer Trainerin Gabi Heimüller, die Mutterfreuden entgegensah, hatte unser Mitglied Josef Claßen eine Holzwiege gebaut und mit Bauernmalerei verziert. Einige Sportler waren mit Damenröcken bekleidet, tanzten um die Wiege und gestalteten so unsere Sportstunde zu einem unvergessenem Erlebnis.
Unsere Gruppe 1 bekam einen neuen Trainer: Christian Konrad. Nach seiner Trauung im Kölner Rathaus begrüßten ihn die Sportler der Gruppe 1 mit Sportgeräten aller Art.
Als die Gruppe 2 Mitte der 90iger Jahre ins Leben gerufen wurde, verpflichtete Karl-Heinz Ratajek eine junge Trainerin mit den erforderlichen Lizenzen: Elisabeth Köhnlein. Sie trainiert die Gruppe 2 mit kleinen Unterbrechungen (Schwangerschaft) bis heute. Er schaffte es auch, beide Sporthallen der Gustav- Heinemann- Schule zu bekommen und das zu gleichen Trainingszeiten, so dass später nur ein Arzt für beide Gruppen nötig war, der zwischen den Hallen, die nebeneinander liegen, pendeln konnte. Bis heute!!
Nach dem Ausscheiden von Christian Konrad übernahm Karin Heinen die Gruppe 1 - ebenfalls bis heute.
Als die Krankenkassen sparen mussten, fielen deren Zuschüsse bis auf die für neue Verordnungen weg; und wir mussten uns überlegen, die Herzsportabteilung so umzustrukturieren, dass die Beiträge der Mitglieder nicht in astronomische Höhen kletterten. Das Ergebnis: 2005 gab es deshalb folgende Änderungen:
Eine Herzsportgruppe mit ärztlicher Begleitung und Trainer trainiert nur die schwächerenPatienten und diejenigen, die noch eine ärztlichen Verordnung vorweisen,1 x in der Woche montags.
EineHerzsport-Nachfolgegruppe nur mit Trainer (Er/Sie muss bei Notfällen eingreifen können). Hier trainieren diejenigen, die schon eine gute Kondition haben. Die Patienten müssen aber eine schriftliche Erlaubnis vom Arzt vorweisen, die der Trainer zu seinen Akten nimmt. Dioese Gruppe trainiert 1 x in der Woche freitags.
Als dritte Möglichkeit entstand Herzsport „global". Hier können Patienten der Nachfolgegruppe montags auch unter ärztlicher Aufsicht turnen.
Für jede Gruppe gelten verschieden gestaffelte Mitgliedsbeiträge.
Im Jahr 2008 forderte uns der Landessportbund auf, unsere Herzsportgruppen zu zertifizieren.
Um dem gerecht zu werden, mussten Trainer und Gruppen bestimmte Auflagen erfüllen: Wiederbelebung, Umgang mit dem DEFI, Herzmassage und Beatmung. Auf die Trainerlizenzen wird strikt geachtet und viele Kleinigkeiten mehr. Die Zertifizierung erfolgte 2009 (auch für die Nachfolgegruppe). Jetzt können wir REHA–Patienten direkt von den Krankenkassen übernehmen. Die Patienten mit Verordnung sind für die Zeit beitragsfrei, müssen aber beim Verein gemeldet sein.
2009 wurde die weitgehend selbstständige Herzsportabteilung durch die Umstrukturierung des Gesamtvereins in den Bereich Gesundheitssport zusammen mit Wassergymnastk, Wirbelsäulengymnastik, Diabetes usw. integriert. Dank umsichtiger Leitung der Herzsportgruppen haben wir immer noch eine weitgehende Unabhängigkeit behalten.
Aktivitäten ausserhalb der offiziellen Sportstunden
Grillfeste am alten und neuen Vereinsheim sorgten für gute Stimmung und dienten der Vereinspflege und dem besseren Kennenlernen untereinander.
Wochenendtouren nach Fulda, Namur und Gerolstein waren ebenfalls sehr schöne Erlebnisse.
Eine kleine Gruppe von 12 Mitgliedern aus der Gruppe 1 zog es 6 mal in das schöne Urlaubsland Türkei, um die vielen Hinterlassenschaften von 3000 Jahren Kultur zu besichtigen.
Die Gruppe war 2 mal bei Josef Claßen zum Fischessen und fröhlichen Beisammensein eingeladen.
Mehrere Wanderungen führten uns ins Kölner Umland und sogar in die Eifel. Sie endeten immer im einer gemütlichen Gaststätte, um uns von den Strapazen des Tages zu erholen.
Zur Tradition hat sich auch die Weihnachtsfeier entwickelt. Sie wird in einem geeigneten Restaurant bei einem guten Buffet als Jahresausklang gefeiert.
Unsere ältesten noch aktiven Mitglieder sind Frau Lore Claßen und Karl Klosky. Ihre Mitgliedschaft begann mit der Gründung der Herzsportgruppe am 1. Februar 1991.
Am 4. Oktober 2010 hatten wir 62 Teilnehmer und Mitglieder in unserer Herzsportabteilung.
Rückblickend kann gesagt werden, dass sich die Herzsportgruppen in jeder Hinsicht positiv und auch weiter entwickelt haben. Sie nehmen im Vereinsleben des SV Fühlingen–Chorweiler einen festen Platz ein.
Erwin Hecken & Gunther Eickhoff



